FANDOM


Im Teil A 3 des RHIA/VERA Verfahrens werden die Arbeitsaufgaben des Arbeitsplatzes abgegrenzt, durch die Auflistung der Arbeitseinheiten näher erläutert und der zeitliche Aufwand der einzelnen Arbeitsaufgaben bestimmt.

Abgrenzung der Arbeitsaufgaben (A 3.1)Bearbeiten

Arbeitsaufgabe 1: Medienausgabe (Ausleihverbuchung?)

  • Ziel: Ausgabe von Medien an Nutzer (mit Vorbereitung der Ausgabe?)
  • Arbeitseinheiten:
    • Medienausleihverbuchung (Scannen, Überprüfen des Scannens, Aushändigen der Medien)
    • Kassieren der Jahresgebühr
    • Kassieren von Mahngebühren
    • Beachtung der FSK-Grenze von Medien
    • Verlängerung der Leihfrist von Medien
    • Vormerken von Medien
    • Bearbeitung / Entgegennahme von Anrufen (auch auf dem AB)
    • Medienrückgabeverbuchung?


Arbeitsaufgabe 2: Lektorat

  • Ziel: Aktualisierung des Medienbestands
  • Arbeitseinheiten:
    • Beobachtung des Marktes (Besuch von Messen, Recherche im Internet und Katalogen)
    • Sichtung von Medien
    • Beurteilung der Medien in Bezug auf ddie Erweiterung des Bestands der Bibliothek
    • Auswahl und Bestellung der Medien
    • Klassifizierung und Systematisierung der bestellten Medien
    • Aussonderungs- und Reparaturentscheidungen


Arbeitsaufgabe 3: Beratungs- und Informationsdienste

  • Ziel: Zusammenstellung von Medien zu einem vom Nutzer gewünschten Thema
  • Arbeitseinheiten:
    • Beratung der Nutzer
    • Recherche zu einem ausgewählten Thema im Bestand der Bibliothek (alle Medienarten) in Bibliotheca
    • Zusammenstellung einer Auswahl an Medien (Entscheidung)
    • Suche nach themenspezifischen Artikeln in Online-Datenbanken
    • Bestellung von themenspezifischen Medien per Fernleihe (regional, national, selten auch international)


Arbeitsaufgabe 4: Arbeiten am Bestand

  • Ziel: Erhaltung und Bereitstellung der Medien des Bibliotheksbestands
  • Arbeitseinheiten:
    • Reparatur von beschädigten Medien
    • Folierung von Medien
    • Kennzeichnung und Etikettierung von neuen Medien
    • Einarbeitung der Medien in die Mediendatenbank von Bibliotheca
    • Materialbedarfsermittlung und Nachbestellung fehlender Teile (etwa bei Gesellschaftsspielen)
    • Löschung aussortierter Medien aus der Mediendatenbank

Zeitlicher Anteil der Arbeitsaufgaben - Bestimmung der Nebenaufgaben (A 3.2)Bearbeiten

Auch der zeitliche Anteil der Aufgaben kann erst dann bestimmt werden, wenn wir wissen, was konkret die Arbeitsaufgaben, -aufträge und -einheiten sind.


Bisherige Überlegungen zu den ArbeitsaufgabenBearbeiten

  • im Prinzip haben 3 Personen "denselben" Arbeitsplatz, jedoch mit unterschiedlichen Lektoraten und unterschiedlichen Gewichtungen der Arbeitsaufgaben (Anm. Alisa: oder der "Arbeitsteilbereiche", diesen Begriff könnten wir vielleicht einführen, um die Lücke zwischen "Arbeitsaufgabe" und "-tätigkeit" zu schließen)
  • Arbeit an der Ausleihe umfasst jedoch bei allen den Großteil der Arbeitszeit mit ca. 50%

--> daher wird darauf das Hauptaugenmerk in unserer Analyse gerichtet (und weil der Rest gerade in Umstrukturierung ist und RHIA/VERA gern sichergestellt hätte, dass die Leute schon perfekt eingearbeitet sind

ERSTE Überlegung zu den ArbeitsaufgabenBearbeiten

  • relativ enge Anlehnung an die Stellenbeschreibung, in der verschiedene Arbeitsteilbereiche unterschieden wurden (etwa 4-5), die jeweils mit verschiedenen Arbeitsaufgaben (?!!) unterfüttert waren; Ergebnis

Arbeitsaufgabe 1: Arbeit im Benutzungsdienst/Dienst am BenutzerBearbeiten

  • Ziel: Bedürfnisbefriedigung der Leser
  • Arbeitsaufträge (Anm. Alisa: mittlerweile bin ich fast sicher, dass das eine falsche Kennzeichnung ist):
    • Nutzerberatung
    • Medienausgabe
    • Medienrücknahme
    • Bearbeitung der Leihfristverlängerung

Arbeitsaufgabe 2: LektoratsdienstBearbeiten

  • Ziel: Aktualisierungsentscheidung über den spezifischen Lektoratsbestand
  • Arbeitsaufträge:

=> Marktbeobachtung: Sichtung und Beurteilung sowie Auswahl von neuen Medien des Lektoratsbereichs

=> Bestellung neuer Medien (Anm. Alisa: Ich wäre dafür, diese drei Punkte zu einer Arbeitsaufgabe zusammenzufassen, die wir noch beispielhaft aufführen können. Die Arbeitsaufgabe könnte dabei tatsächlich so heißen wie das Ziel, und die drei Punkte oben wären dann Arbeitseinheiten, die man nochmal runterbrechen könnte. Andererseits ist es auch möglich, dass alle drei Dinger je eine Arbeitsaufgabe darstellen... was meint ihr?)

=> Klassifizierung und Systematisierung der Neuzugänge

=> Reperaturentscheidungen

Arbeitsaufgabe 3: Pflege des BestandsBearbeiten

  • Ziel: Schadloshalten der zur Verfügung stehenden Medien
  • Arbeitsaufträge:

=> Reperatur

=> technische Medienbearbeitung (Folieren, Etikettieren, Kennzeichnen; Anm. Alisa: auch das könnte man gut als Arbeitsaufgabe mit den drei Untereinheiten nehmen, denke ich... wobei theoretisch wiederum 3 Aufgaben vorliegen könnten. Ist doch Käse, dieses RHIA/VERA!)

NEUE Überlegungen zu den ArbeitsaufgabenBearbeiten

alles, was vorher als "Arbeitsauftrag" bezeichnet wurde, ist tatsächlich eine eigene Arbeitsaufgabe!!!

betrachtete Arbeitsaufgabe: Ausleihe


Ablauf der Ausleihe (Medienausgabe)Bearbeiten

  • Grundvoraussetzung: Arbeitende ist mit ihrem Passwort in ihrem Verleih-Account eingeloggt; jede Arbeitende hat dabei bestimmte Rechte vom Admin eingeräumt.
  • Kunde erscheint mit auszuleihenden Medien an der Verleihtheke.
  • Arbeitende scannt zunächst mit dem Handscanner (Aufsatz- oder Breitscanner) (Anm. Alisa: Was ist denn dafür das richtige Wort? Johanna: Ich habe im Internet gesucht und die Begriffe "Kontaktscanner" und "Long-Range-Scanner" gefunden.) den Barcode des Bibliotheksausweises des Nutzers ein. Dadurch öffnet das Programm das Nutzerkonto und ist sofort im Entleihmodus


  • ZUSÄTZLICH AN DIESER STELLE MÖGLICH (direkt nach dem Scannen des Ausweises):
a) System meldet, dass der Bibliotheksausweis abgelaufen ist (rote Meldung im Textfeld). In diesem Fall bittet die Arbeitende um die Jahresgebühr von 15 Euro und legt den erhaltenen Betrag in die Kasse. Der von der Kasse gedruckte Kundenbeleg wird dem Kunden übergeben. Die Arbeitende vermerkt im System, dass die Gebühr nun bezahlt sei (Basisinformation aktualisieren). Der Ausleihvorgang läuft normal weiter.
b) System meldet, dass eine andere Leihfrist des Nutzerkontos überschritten ist mithilfe der "Rundumleuchte". In diesem Fall bittet die Arbeitende um den Betrag der Mahngebühr. (Anm. Alisa: Ich schätze, dann geht es weiter wie oben? Johanna: Ja, ich denke auch, dass es dann normal weiter geht.)
c) Die Arbeitende sieht, dass weitere offene Posten auf dem Nutzerkonto vorliegen und fragt, ob der Kunde eine Verlängerung wünscht. Falls ja, können alle Titel oder einzelne Titel verlängert werden. Dafür wählt die Arbeitende den entsprechenden Befehl auf der Benutzeroberfläche aus. Ist ein zu verlängerndes Buch bereits duch einen anderen Nutzer vorbestellt, erscheint eine Fehlermeldung. Diese wird nur in Sonderfällen (Verhinderung des Nutzers) umgangen.
d) Anschließend werden die Barcodes der auszuleihenden Medien einzeln mit dem Scanner gescannt. Dabei muss die Arbeitende darauf achten, dass tatsächlich jeder Titel korrekt gescannt auf dem Bildschirm angezeigt wird.


  • ZUSÄTZLICH AN DIESER STELLE MÖGLICH (beim Scannen der Medien):
a) Meldung des Systems, dass der Nutzer zu jung ist, um fragliches Medium zu entleihen; (Anm. Alisa: Und was passiert dann? Johanna: Dann wird das Medium wegen der FSK Grenze nicht an den Nutzer ausgegeben.)
b) Das Medium wird nicht korrekt angezeigt; stattdessen erscheint im Textfeld in Blau eine Meldung, dass der Barcode nicht korrekt gelesen werden konnte. An dieser Stelle ist aber trotzdem das Scannen weiterer Titel möglich, sodass es hier zu Auslassungsfehlern kommen kann.
c) eine Meldung des Pcs macht deutlich, dass zu dem Medium ein weiteres Element gehört, welches aus einem nicht abgeschlossenen Schubladenschrank etwa zwei Meter hinter dem Arbeitsplatz entnommen werden und ebenfalls ausgehändigt werden muss


  • Sind alle zu entleihenden Medien eingescannt, drückt die Arbeitende auf "Enter" (Anm. Alisa: Das ist vermutlich dann schon eine Arbeitsoperation? Johanna: Schätze ich auch.), sodass die neu eingegebenen Informationen in das Nutzerkonto übernommen werden.
  • Anschließend muss der Kundenbeleg gedruckt und ausgehändigt werden. Dafür geht die Arbeitende auf die Schaltfläche "Konto", dann "Einfügen"; der Drucker druckt dann den Kundenbeleg. Quittungsdrucker steht etwa einen Meter rechts neben dem Arbeitsplatz.
  • Scanner piept bei jedem gelesenen Barcode.
  • Eine händische Eintragung zu besonderen Dingen ist bei jedem Nutzerkonto möglich; darauf sollte dann auch noch geachtet werden (rote Schrift).
  • Alle Sperren können (bei entsprechenden Rechten) umgangen werden.

Beschreibung von 3 Ausleihvorgängen mit Zeitangabe