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In diesem Abschnitt des RHIA/VERA Verfahrens werden vermutete Behinderungen dahingehend bewertet, ob sie eine psychische Belastung darstellen. Als Hilfsmittel stehen in D 1.1 ein Klassifikationsschema und in D 1.2 ein Frageweg zur Identifikation der Regulationshindernisse zur Verfügung, die dann in D 1.3 zusammengefasst und bewertet werden. Zusätzlich werden Unterbrechungen durch Personen noch separat in D 1.4 betrachtet.

Zusammenfassende Bewertung (D 1.3)Bearbeiten

Die in B 4 als mögliche Behinderungen bei der Ausleihverbuchung identifizierten Umstände sind die folgenden:

  • bei zu hohem Lärmpegel könnte die Interaktion mit dem Kunden erschwert werden
  • sehr kurzer, wiederkehrender Zyklus (Monotonie?)
  • hohe Aufmerksamkeit beim Scannen notwendig, um Fehler zu vermeiden
  • Zeitdruck, falls viele Nutzer in der Bibliothek sind und die Schlange vor der Verleihtheke immer länger wird
  • es könnte zu falschen Bewegungen / einer falschen Haltung kommen, da die Verleihtheke sehr niedrig ist (Zitat: "Der Tisch ist für Zwerge gemacht.")


Klassifikationsschema (D 1.1)Bearbeiten

Durch die Betrachtung des Klassifikationsschemas in D 1.1 mit den zugehörigen Definitionen der klassifizierten Begriffe wurde deutlich, dass es sich bei den von uns in B 4 als mögliche Behinderungen identifizierten Umstände nicht um "Erschwerungen" oder "Unterbrechungen" handelt.


Frageweg (D 1.2)Bearbeiten

Beim Heranziehen des Fragewegs ergibt sich für die genannten Punkte:

  1. Lärmpegel = kein RH (11 falsch, 12 richtig)
  2. kurzer Zyklus = kein RH (11 falsch, 12 richtig)
  3. Erforderung hoher Aufmerksamkeit = kein RH (11 falsch, 12 richtig)
  4. Zeitdruck = kein RH (11 falsch, 12 falsch, 13 richtig)
  5. niedrige Verleihtheke = kein RH

Dies bedeutet, dass wir für die Aufgabe der Ausleihverbuchung keine Regulationshindernisse identifizieren konnten.

Bewertung der Unterbrechung durch Personen (D 1.4)Bearbeiten

Die Unterbrechung durch Personen wird so gering wie möglich gehalten. Anrufe werden nicht entegegen genommen, wenn ein Ausleihvorgang bearbeitet wird. Zudem wurde in Besprechungen mit den Mitarbeiterinnen in den letzten Jahren festgelegt, dass der Nutzer generell vorgeht und daher weder die Mitarbeiterinnen, noch die Leiterin der Bibliothek einen Ausleihvorgang durch Nachfragen oder Ähnliches unterbrechen dürfen. Wie mit Fragen von anderen Nutzern umgegangen wird wissen wir nicht.

Zudem konnten wir leider nicht beobachten, wie häufig Unterbrechungen denn nun tatsächlich vorkommen. Im Interview wurde allerdings nur von sehr wenig Unterbrechungen berichtet.